Mittwoch, den 14. Oktober 2009 um 09:55 Uhr

Kohle darf nicht verteufelt werden

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Neuer IGBCE-Chef Vassiliadis warnt vor den Folgen des Kohleausstiegs

Rechtzeitig zu Beginn der Koalitionsverhandlungen zwischen den neuen Regierungsparteien CDU/FDP und deren erklärtem Ziel, aus der subventionierten deutschen Steinkohle 2018 aussteigen zu wollen, hat der neugewählte IG BCE Vorsitzende Michael Vassiliadis vor den langfristigen Folgen eines Kohleausstieges gewarnt. Die Preise für fossile Energieträger würden in den nächsten Jahren erheblich steigen. Es müsse daher ein neuer Energiekonsens zwischen allen politischen Akteuren hergestellt werden. In der öffentlichen Diskussion müsse deutlicher herausgestellt werden, daß zu einer modernen Industriepolitik auch eine sichere Energieversorgung gehört. Der deutsche Steinkohlenbergbau hat genügend Ressourcen und setzt eine Spitzentechnologie unter Tage ein, die weltweit nachgefragt ist.  Den 1997 unter der damaligen Bundesregierung beschlossenen Kohle-ausstieg gem. Steinkohlefinanzierungsgesetz hält der neue IGBCE-Chef für falsch. Schließlich geht es um gerade einmal nur noch 1,4 Mrd. EUR staatliche Beihilfen. Das ist im Verhältnis zum "Rettungsschirm" für die maroden deutschen Banken in Höhe von knapp 500 Mrd.EUR, davon bereits über 100 Mrd.EUR ausgezahlt wurden, geradezu lächerlich wenig. Deutschland ohne eigene Kohleproduktion ist mittelfristig nur um den Preis des Imports von Atomstrom zu denken. Das ist für Vassiliadis eine absurde Vorstellung. Er setzt sich auch für den Bau neuer Kohlekraftwerke ein, da sie gebraucht würden.

vgl.hz.a. WAZ vom 14.10.09     

Letzte Änderung Mittwoch, den 25. November 2009 um 13:03 Uhr

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