Sonntag, den 08. August 2010 um 10:00 Uhr

Atomkraft kostet dem Bund 10,6 Mrd. EUR

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Atomkraft wird auch finanziell immer unberechenbarer

Nach über 40 Jahren AKW-Bewegung ist mittlerweile wohl auch jedem Hauptschüler klar, daß die Atomkraft ein unberechenbares Risiko darstellt. Das betrifft nicht nur die zahlreichen meldepflichtigen Störfälle und beinahe-Gau´s in den letzten Jahren sowie die ungeklärte Frage nach der sicheren Endlagerung von atomaren Brennelementen, sondern auch die Finanzierung der Endlagerung von Brennelementen sowie die Stilllegung von Atomkraftwerken, für die der Bund sinnigerweise zahlen darf, anstatt die Stromkonzerne.  Für die Entsorgung der noch 15 Meiler und der radioaktiven Abfälle müssen in den nächsten 25 Jahren 5,4 Mrd. EUR aus Steuermitteln aufgebracht werden. Mit den für 2009 aufgewendeten 5,2 Mrd. EUR summieren sich die bisherigen Altlasten damit auf 10,6 Mrd. EUR. Die tatsächlichen Aufwendungen sind aber noch gar nicht kalkulierbar, da Niemand weiß, welche Kosten die Endlagerung noch verschlingen wird. Beispielhaft sei hier nur an das Drama in 2008/09 im Zusammenhang mit der Sanierung und laufenden Stilllegung der Schachtanlage Asse erinnert. ( siehe Revierkohle-Jahrbuch 2008 und 2009 )

Im Gegensatz zur Kohle kann man auf die Atomkraft in Deutschland bequem verzichten, da diese nur 22 % Anteil am Gesamtenergiemix hat und durch die Ausweitung regenerativer Energieträger in den nächsten Jahren ersetzt werden könnte.  Kohle ist außerdem risikoarm, reichlich vorhanden und an der Stromerzeugung zu über 50 % beteiligt.  Da die hiesigen Kraftwerksbetreiber lt. Energieeinspeisegesetz verpflichtet sind, hochsubventionierten Strom aus Windkraft-und Photovoltaik-Anlagen abnehmen zu müssen,  finanziert die Kohle sozusagen den Ausbau regenerativer Energie-träger. Die Stilllegung von Kohlekraftwerken würde bedeuten, daß dann auch die Subventionierung von regenerativen Energieträgern nur noch sehr langsam vorankommen würde.

vgl. hz. a. WAZ vom 27.7.2010, Hamburger Abendblatt vom 27.7.2010 und Revierkohle vom 07.08.2010

 

Letzte Änderung Sonntag, den 08. August 2010 um 10:32 Uhr

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